Ein smartes Essenstablett soll „Das Ding des Jahres“ werden

Die Kollegen von der Südwestpresse hatten uns im Interview, viel Spaß beim Lesen!

CleanTab – das smarte Essenstablett, CleanTab Team

© Foto: Stephanie Apelt

Quelle: Südwest Presse-swp.de

Grosselfingen / Stephanie Apelt 22.02.2019

Mit ihrem CleanTab, einer Unterlage für Essensreste im Auto oder am Arbeitsplatz, wollen Mirko Tochtermann (44), Tobias Hahn (47) und Ralf Meckle (29) am Dienstag, 26. Februar, die Jury und die Zuschauer der ProSieben-Show „Das Ding des Jahres“ überzeugen. Dabei soll das CleanTab nur der Beginn einer innovativen Produktreihe aus der jungen Firma „ajaba“ mit Sitz in Grosselfingen sein.

Die Drei gehen eine Wette auf die Zukunft ein. Millionen Berufstätige pendeln. Autonomes Fahren werde ganz neue Freiräume schaffen. „Und was wollen 34 Prozent der Menschen damit anfangen? Essen und trinken“, sagt Tochtermann.

Doch wer kennt das nicht. Da wird unfreiwillig gebröselt und gekleckert. Alle drei Erfinder kommen aus der IT-Branche, arbeiteten in derselben Firma, waren selbst viel mit dem Auto unterwegs. Er sei einmal, gesteht Tochtermann, mit einer „total versauten Hose“ bei einem Kunden vorgefahren. Der Kunde nahm es mit Humor, Tochtermann war es trotzdem peinlich.

Für mobiles Essen

Hahn hat ähnliches erfahren, stöberte nach einem praktischen Schutz im Internet. Meckle: „Den gab es nicht – und den gibt es auch nicht.“ Bis jetzt eben. Ihr CleanTab haben sie zum Patent angemeldet.

Es ist smart, klein und faltbar. Das CleanTab funktioniert wie ein Tablett, hat man fertig gegessen, wird es zusammengeklappt und durch Magneten „krümelfest“ (Meckle) verschlossen. Mit 20 mal 20 Zentimetern lasse es sich gut verstauen. Selbst Kurvenfahrten seien dank der rutschfesten Unterlage kein Problem. Das Innenleben ist Wasser und Fett abweisend. „Es sieht so einfach aus, aber wir haben lange daran getüftelt“, so Meckle.

Anfangs nur für das Auto gedacht, stellten die drei Erfinder fest, dass ihr CleanTab noch viel mehr Anwendungsmöglichkeiten hat: vom Arbeitsplatz bis zur kleineren Version für Kinder (Mütter hätten schon nachgefragt).

Drei Minuten haben Tochtermann, Hahn und Meckle in der ProSieben-Sendung „Das Ding des Jahres“ am Dienstag, 20.15 Uhr, Zeit, die Zuschauer zu überzeugen. Die Gewinner der Folge konkurrieren im Finale (am 26. März) um 100 000 Euro. Kapital, das die drei Firmengründer gut brauchen könnten, um ihr Produkt bekannt zu machen, deutschland- und weltweit. „Wir sind dabei, die Serienfertigung anlaufen zu lassen“, sagt Hahn.

Doch das soll nur der Anfang sein. Die Drei sind voller Ideen für ihre „Produktschmiede“ in Grosselfingen. „Wir wollen etwas Greifbares machen“, sind sich Tochtermann, Hahn und Meckle einig. CleanTab ist Produkt Nummer eins, ein zweites stehe kurz vor der Marktreife.

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